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Kaltern am See - Die Mendelbahn
 

Die Mendelbahn wurde aus touristischen Überlegungen erbaut: Sie sollte die beiden Kurorte Gries bei Bozen und Mendel bequem verbinden. Projektiert wurde die Anlage vom renommierten Schweizer Architekten Emil Strub. Am 19. Oktober 1903 nahm die Mendelbahn nach 14-monatiger Bauzeit den Betrieb auf. Sie ist eine der längsten und steilsten Standseilbahnen Europas. Die Standseilbahn führt durch steiles Wald- und Felsengelände und an mehreren Tunnels und Zugbrücken vorbei von der Talstation in St. Anton zur Bergstation. Oben angekommen, genießt man einen herrlichen Panoramablick über das Überetsch und Unterland. Zudem bieten sich zahlreiche Wandermöglichkeiten, beispielsweise zum Penegal oder auf die Erzherzog-Eugen-Spitze, den Gantkofel oder den Roen.

Technische Daten:
Streckenlänge: 2,37 Kilometer, Fahrzeit: 12 Minuten, Höhenunterschied: 850 m, Steigung: 64 Prozent

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Die Mendel ist der Hausberg der Kalterer. Vor gut 100 Jahren war das Gebiet ein bedeutender Luftkurort und Ziel der gesellschaftlichen Noblesse Europas: Der Kaiser von Österreich, Franz Joseph I., war 1903 auf der Mendel, Kaiserin Elisabeth („Sissi") verweilte öfters in der Gegend. Auch der Schriftsteller Karl May, der Nobelpreisträger Wilhelm C. Röntgen und der indische Revolutionsführer Mahatma Gandhi genossen hier die Sommerfrische. Der Erste Weltkrieg setzte dem hochherrschaftlichen Kurwesen auf der Mendel ein vorzeitiges Ende. Zur Blütezeit des Mendel-Tourismus freilich war es in Kaltern selbst noch sehr ruhig. Nur wenige Alpinisten und Sommerfrischler verirrten sich hierher. Erst in den 50er Jahren, in der sogenannten Wirtschaftswunderzeit, nahm der Fremdenverkehr einen enormen Aufschwung. Der Gästestrom verlagerte sich ins Tal, die Mendel ist aber bis heute ein beliebter Ausflugsort.


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